Kultur & Freizeit

Traditionelles Brauchtum hat in Altenmellrich einen hohen Stellenwert und wird über Jahrzehnte hinweg von Generation zu Generation überliefert.

Neujahrssingen

Wenn in der Silvesternacht das neue Jahr beginnt, gehen die Mitglieder der Landjugend von Haus zu Haus um den Bewohnern ein „Glückseliges neues Jahr“ zu singen. Als Lohn erhalten sie Geld und stoßen mit den Hausbewohnern auf das neue Jahr an.

Dreikönigssingen

Am 6. Januar ziehen die Messdiener des Ortes als die hl. Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln für einen guten Zweck. Sie bringen an der Haustür das Zeichen C+M+B an. (C = Christus, M = Mansiomen(das Haus) B = Benedicat ( er möge segnen)).

Klärspern

An den letzten beiden Tagen der Karwoche (nach dem letzten Abendmahl) verstummen die Glocken unserer Kapelle. Stattdessen gehen die Kinder des Dorfes mit selbstgebauten Holzratschen durch das Dorf und „klärspern“ morgens, mittags und abends. Am Karsamstagmorgen werden dann zur Belohnung Geld, Süßigkeiten und Eier eingesammelt.

Osterfeuer

Am Karsamstag bzw. Ostermontag wird das Osterfeuer unter der Regie des Heimatvereins entfacht. Dabei werden auf einem freien Ackerstück, Wochen zuvor zusammengefahrener Baum- und Strauchschnitt auf einem großen Haufen entzündet. Auch die ausgedienten Weihnachtsbäume, die die Landjugend im Januar eingesammelt hat, werden mitverbrannt. Mit dem Osterfeuer werden die bösen Geister der dunklen Jahreszeit endgültig vertrieben.

St. Martin

Am 11. November führt die Landjugend dem Martinszug und das Martinsspiel am Dorfbrunnen durch. Die Kinder des Dorfes gehen unter Laternenschein, angeführt von St. Martin auf einem Pferd durch den Ort und singen das Martinslied. Zum Abschluss gibt es leckere Brezeln.

Hofmusuem Hoppe

Klein und beschaulich so wie der Ort Altenmellrich präsentiert sich auch das Museum des Dorfes. Der Museumsleiter, Alfred Hoppe, seines Zeichens letzter Bürgermeister des Haardorfes bis zur Gemeindereform 1975, sammelte eine Vielzahl von Alltagsgegenständen aus vergangener Zeit.

Auf der alten Kornbühne des Bauernhofes Hoppe gibt es vielerlei Gegenstände zu beschauen und zu bewundern. Interessant sind die Entdeckungen im kleinen Altenmellricher Heimatmuseum für Jung und Alt.

Es sind gerade die kleinen Besucher die Alfred Hoppe mit Fragen überschütten. Da staunen sie zum Beispiel nicht schlecht, wenn der „Museumsdirektor“ erklärt, dass mit einer Konservenmaschine das Essen früher selbst haltbar gemacht wurde. Auch die Puppen von anno dazumal und der entsprechende Puppenwagen lassen Kinderaugen größer werden.

Ein Schmunzeln widerfährt Besuchern beim Anblick der alten Fußballschuhe des Museumsbesitzers, die er eigens an einen Haken gehängt hat. Altes Werkzeug für Feld und Hof sind ebenso zu bestaunen wie alte Küchenutensilien.

Ein Besuch lohnt sich allemal, zumal es zu vielen Gegenständen auch eine kleine Geschichte gibt.Feste Öffnungszeiten gibt es keine aber über einen Besuch freut sich Alfred Hoppe immer. Einfach anrufen 02947/ 3144 und einen Besuch vereinbaren.